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8. Jahrestagung der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. Samstag, 23. Mai 2009
8.00 – 8.45 Uhr – Saal Rostock
Kurs-Nr. 12
Diagnostik und Therapie des Anfallsschwindels*
Kursleiter: K. Helling, Mainz
Da zum Untersuchungszeitpunkt häufig kein akuter Schwindel vorliegt, stellt die Diagnostik und Therapie des Anfallschwindels für den Therapeuten eine besondere Herausforderung dar. Die Anamnese erhält damit eine entscheidende Bedeutung. Wesentliche gegeneinander abzugrenzende Diagnosen sind der Morbus Ménière, der Migräne-Schwindel, der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPLS) und seltene Schwindelformen wie etwa die neurovaskuläre Kompression.
Für die Diagnosestellung des Morbus Ménière ist die Anamnese über Schwindeldauer und -charakter, die Dokumentation eines Hörverlustes und die Erfassung von Begleitsymptomen entsprechend den Kriterien der AAO (von 1995) erforderlich. Ergänzend kann die Hydrops-Diagnostik weiterhelfen. Der BPLS kann aufgrund von Anamnese und Dix-Hallpike-Manöver sicher diagnostiziert werden. Bei präzisem Lagerungsmanöver erlaubt die Nystagmusantwort einen sicheren Rückschluss auf den betroffenen Bogengang. Beim Migräne-Schwindel und Schwindelattacken aufgrund einer neurovaskulären Kompression ist ausschließlich aufgrund der Anamnese ein Therapieversuch gerechtfertigt. Das positive Ansprechen der Therapie kann als indirekte Bestätigung der richtigen Diagnosestellung gewertet werden.
Ziel des Kurses ist es, ein Konzept zur eindeutigen Charakterisierung der Erkrankungsbilder, der jeweiligen anamnestischen Strategien und erfolgreichen Therapien darzustellen. Dies soll im Besonderen für den Morbus Ménière erfolgen, wo mit der intratympanalen Applikation von Kortison und Gentamicin neue Therapieoptionen bestehen.
* Kurs zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung
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