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8. Jahrestagung der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.
Sonntag, 24. Mai 2009
10.00 – 10.45 Uhr – Saal Demmin
Kurs-Nr. 52
Die ASS-Intoleranz (M. Samter): Klinik, Diagnostik, Therapie*
Kursleiter: O. Pfaar, J. Gosepath, T. Keck, L. Klimek, Wiesbaden/Ulm/Graz (Österreich)
Aspirin® (Acetylsalicylsäure-(ASS)) wurde erstmalig 1899 zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Erkältungskrankheiten eingeführt. Schon drei Jahre nach Einführung beschrieb Hirschberg allergische Schockreaktionen nach Einnahme von Aspirin®. Im Jahre 1922 berichteten Widal und Kollegen, dass Acetylsalicylsäure-(ASS-)unverträglichkeit, nasale Polypen und Asthma bronchiale häufig gemeinsam auftreten. Diese klinische Entität wurde später mit dem Begriff “Aspirintrias” belegt. Synonym wird die Krankheit auch als Morbus Widal oder Morbus Samter bezeichnet.
Neben ASS, einer klassischen Salicylatverbindung, gehören zahlreiche andere Wirkstoffverbindungen (Pyrazolone, Antranilsäure-, Arylessigsäure-, Arylpropionsäure-, Oxicam- und Quinazolinonderivate) ebenfalls zur Gruppe der Cyclooxygenasehemmer und somit zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika.
Wichtig ist, dass es sich bei der ASS-Intoleranz nicht um ein allergisches Phänomen handelt (es sind keine spezifischen Antikörper vom Typ IgE nachweisbar), sondern um ein andersartiges Immunphänomen: die Erkrankung scheint auf Dysbalancen des Arachidonsäuremetabolismus von Entzündungszellen zu basieren. Verschiedene Studien haben den therapeutischen Erfolg der sog. "adaptiven Desaktivierung" von ASS herausgearbeitet. * Kurs zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung
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